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Kunszentmiklós: Architektur, Erinnerung und Kumanen-Kultur

Unterkünfte in Kunszentmiklós

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kunszentmiklós lässt sich über seine Baugeschichte und die Erinnerungszeichen im Ort kennenlernen. Auf dem Hauptplatz stehen ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Kunszentmiklós, ein Zierbrunnen und eine Kunbaba. Hinzu kommen das klassizistische Rathaus, die katholische Szent-Miklós-Kirche und die Sammlungen in der Virágh-kúria. Zusammen eröffnen sie unterschiedliche Zugänge zu Architektur, Ortsgeschichte und Kumanen-Kultur.

Town Hall, WWI memorial and the Ceramic fountain, 2019 Kunszentmiklós Town Hall, WWI memorial and the Ceramic fountain, 2019 Kunszentmiklós Foto: Globetrotter19 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Erinnerungsorte und Baukunst

Das 1925 errichtete Denkmal auf dem Hauptplatz erinnert an die Soldaten aus Kunszentmiklós, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. In der Nähe steht ein Zierbrunnen, entworfen von der Keramikkünstlerin Nemes Tímea Izabella. Eine Kunbaba gehört ebenfalls zu den Zeichen der Kumanen-Kultur. Die Kumanen errichteten Figuren dieser Art aus Stein oder Granit, um ihrer Verstorbenen zu gedenken; für die Kunbaba auf dem Hauptplatz ist damit keine bestimmte Materialangabe verbunden.

Das klassizistische Rathaus steht unter Denkmalschutz. Eine Gedenktafel erinnert daran, dass Sándor Petőfi 1845 dort heitere Tage und Stunden verbrachte. Die Tafel verknüpft das Gebäude mit einem konkreten Moment der Ortsgeschichte, während die Kunbaba und das Denkmal auf dem Hauptplatz andere Formen des Erinnerns zeigen.

Die katholische Szent-Miklós-Kirche vereint mehrere architektonische Merkmale: Sie hat ein Querschiff, eine neuromanische Außenansicht, einen neugotischen Innenraum und barock geprägte Altäre. Das Zusammenspiel dieser Stile macht den Blick auf Außenbau und Innenraum gleichermaßen interessant.

Ein Kirchenschiff aus dem späten 18. Jahrhundert

Das heute noch stehende Kirchenschiff in Kunszentmiklós wurde 1786 begonnen und 1792 fertiggestellt. József Hild brachte den Turm 1819–1820 auf seine heutige Höhe. Diese Daten ergänzen die architektonischen Eindrücke um eine längere Baugeschichte, ohne dass sich die Entwicklung auf einen einzelnen Bauabschnitt beschränkt.

Sammlungen und Kumanen-Kultur

In der Virágh-kúria befinden sich eine ortsgeschichtliche und eine ethnografische Sammlung. Sie erinnern an das gesellschaftliche und religiöse Leben der örtlichen Kumanen. Außerdem können Besucher dort die Tier- und Pflanzenwelt des Oberen Kiskunság kennenlernen. Damit treffen in der kúria Ortsgeschichte und ein Blick auf die Natur der weiteren Landschaft aufeinander.

Auch das Kunszentmiklósi birkapörkölt gehört zur lokalen Charakteristik. Bei diesem Gericht kommen die Zutaten schichtweise in einen Kessel über offenem Feuer; umgerührt wird das Fleisch dabei nicht. Zur regionalen Erklärung des Geschmacks gehört die umliegende salzhaltige Steppe, die als Weidegebiet für die Tiere genannt wird. Für die Einordnung des Gerichts sind damit sowohl die besondere Zubereitungsweise als auch die Verbindung zur Landschaft wichtig.

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Weitere Themen in Bács-Kiskun

Als übergeordnetes Reiseziel bietet Bács-Kiskun weitere, anders gelagerte Themen. In Tiszaalpár vermittelt der Lehrpfad Tiszaalpár, Földvár die Geschichte einer bronzezeitlichen Befestigungsanlage und die Lebensweise der Menschen in der Bronzezeit. Tiszaalpári Földvár ist eine besonders geschützte archäologische Fundstätte. Eine zum Millennium errichtete Rekonstruktion eines Dorfes aus der Árpád-Zeit stellt die Siedlungsstruktur dar, die bei örtlichen Ausgrabungen entdeckt wurde.

In Kiskunhalas widmen sich das Csipkeház und Csipkemúzeum der Geschichte der Halaser Spitze, die 1902 begann. Dort können Besucher jahrhundertealte Spitzenarbeiten betrachten und den Prozess des Spitzenstickens kennenlernen. So steht handwerkliche Kultur neben den archäologischen Themen von Tiszaalpár.

Wer sich stärker für Naturlehrpfade interessiert, findet in Bács-Kiskun weitere Vergleichsmöglichkeiten. Der Szelidi-See ist ein natürlicher Altarm, der sich nach der Eiszeit aus einem Seitenarm der Donau entwickelte. Der Lehrpfad zu den Blaualgen am See hat zwölf Informationsstationen zur Entwicklung des Sees, zu den Eigenschaften seines Wassers, zu den dort lebenden Organismen und zur Tierwelt der Umgebung. Er ist ganzjährig zu Fuß und mit dem Fahrrad zugänglich; örtliche Bedingungen können sich ändern.

Der Boróka-Lehrpfad in Bugac ist 1.100 Meter lang und verbindet Informationstafeln mit Erlebnisstationen, darunter ein Waldxylophon und ein Spiel-Fernrohr. Zusammen zeigen diese Beispiele die Bandbreite der regionalen Themen: archäologische Geschichte, Spitzenhandwerk und Naturvermittlung stehen in Bács-Kiskun jeweils für unterschiedliche Interessen.

Weitere Reiseziele entdecken: Kiskunhalas, Kiskunfélegyháza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bács-Kiskun.

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