Mezőkeresztes: Kirchen, Denkmäler und Ortsbild
Unterkünfte in Mezőkeresztes
Mezőkeresztes ist ein Ziel für Reisende, die eine ungarische Ortschaft über ihre Baugeschichte, Denkmäler und ihr Straßenbild kennenlernen möchten. Gotische und barocke Kirchenmerkmale, Erinnerungsorte zur ungarischen Geschichte und ein schattiger Platz an der Dózsa Gy. út geben dem Ort verschiedene Anknüpfungspunkte. Die Details lassen sich nach Themen betrachten: sakrale Architektur, historische Erinnerung und öffentlicher Raum.
Kirchen und unterschiedliche Bauphasen
Die reformierte Kirche in Mezőkeresztes besitzt einen gotischen Chor aus dem Jahr 1490. Ihr heutiger Turm wurde 1773 errichtet und 1821 erneut renoviert. Diese Jahreszahlen machen die unterschiedlichen historischen Bezüge von Chor und Turm greifbar. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier konkrete Daten, an denen sich die Baugeschichte der Kirche nachvollziehen lässt.
Auch die Kirche im Ortsteil Keresztespüspöki zeigt mehrere Stilmerkmale: Sie ist einschiffig und nach Osten ausgerichtet. Der Chor ist gotisch, während Langhaus und der vor der Westfassade stehende Turm barock sind. Im Vergleich der beiden Kirchen fallen die unterschiedlichen Beschreibungen ins Auge: In Keresztespüspöki stehen neben dem gotischen Chor auch das barocke Langhaus und der Turm im Mittelpunkt.
Denkmäler und Erinnerungsorte
Eine 1902 errichtete Büste erinnert in Mezőkeresztes an Lajos Kossuth. Ein weiteres Denkmal ist dem ungarischen Freiheitskampf von 1848–1849 gewidmet und stellt eine Büste von Sándor Petőfi dar. Die beiden Erinnerungsorte beziehen sich auf verschiedene Persönlichkeiten und historische Zusammenhänge. Zusammen eröffnen sie einen Zugang zur politischen und literarischen Erinnerung Ungarns, ohne dass dafür ein umfassender Überblick über die Landesgeschichte nötig ist.
Straßenbild und klassizistisches Herrenhaus
Entlang beider Seiten der Dózsa Gy. út bildet eine Baumreihe ein tunnelartiges Blätterdach. Für Spaziergänger spendet das tunnelartige Blätterdach Schatten. Damit ergänzt ein grüner Zug die eher steinernen und historischen Motive des Ortes; Architektur und Straßenraum lassen sich als unterschiedliche Seiten eines Aufenthalts betrachten.
Ein weiteres Bauwerk mit eigener architektonischer Einordnung ist das Hoffmann-Kastély, auch Hoffmann-Herrenhaus genannt. Es ist im klassizistischen Stil erbaut. Zusammen mit den Kirchen ergibt sich so ein Spektrum verschiedener Bauformen, das den Blick auf Mezőkeresztes lenkt, ohne den Aufenthalt auf ein einzelnes Denkmal zu beschränken.
Weitere Eindrücke im größeren Reiseziel Borsod-Abaúj-Zemplén
Das übergeordnete Reiseziel Borsod-Abaúj-Zemplén umfasst weitere, eigenständige Themen. Das Baradla-Domica-Höhlensystem gehört zum UNESCO-Welterbe der Höhlen im Aggtelek- und Slowakischen Karst. In Aggtelek ist eine kurze Höhlentour einen Kilometer lang, dauert 60 Minuten und ist als „leicht“ eingestuft. Diese konkreten Angaben helfen, das Höhlenerlebnis nach Zeitbedarf und Tourlänge einzuordnen.
Auch Geschichte, Natur und Weinbau prägen das größere Reiseziel. Die Burg Diósgyőr erlebte ihre Blütezeit unter König Ludwig dem Großen im 14. Jahrhundert und diente später als Residenz und Hochzeitsgeschenk für sechs Königinnen. In Miskolc umfasst der Zoo und Kulturpark einen Naturlehrpfad mit einem neun Meter hohen Aussichtsturm und einer 32 Meter langen Hängebrücke. Die Tokajer Weinregion wiederum ist rechtlich als Weinbaugebiet geschützt; Klima, Bodenqualität und Hangexposition eignen sich dort für den Weintraubenanbau. Diese regionalen Beispiele ergänzen die örtlichen Kirchen und Denkmäler um andere Interessen, ohne sie Mezőkeresztes zuzuschreiben.
Weitere Reiseziele entdecken: Szomolya, Szentistván, Mezőkövesd, Cserépfalu, Négyes, Cserépváralja, Bogács, Sály.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mezőkövesdi.