Bő – Szent-Imre-Kirche, Geschichte und Répce
Unterkünfte in Bő
In Bő treffen eine bis ins Mittelalter zurückreichende Kirchenüberlieferung und konkrete historische Spuren im Straßenraum aufeinander. Der Vorgänger der Szent-Imre-Kirche in Bő stand bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts. Bei der umfassenden archäologischen Untersuchung der Szent-Imre-Kirche in Bő im Jahr 2008 wurden sechs Bauphasen festgestellt; die 2010 abgeschlossene Renovierung machte ihre früheren Bauphasen vor Ort anschaulich.
Für die weitere Einordnung können Sie auch Csepreg, Lócs, Bük, Simaság, Mesterháza und Gór betrachten.
Geschichte
Im 12. Jahrhundert gelangte Bő in den Besitz der Templer, die dort ein Konvent errichteten. Dieses fungierte als sogenannter „hiteles hely“ für Grundstücksgeschäfte. Auf der Flussterrasse der Répce verlief seit alters her eine wichtige Fernstraße, die in der Antike zwischen Scarbantia (Sopron) und Savaria (Szombathely) an die römische Bernsteinstraße angeschlossen war.
1499 gewährte König II. Ulászló Bő weitere Privilegien, darunter Zehnt- und Zollfreiheit sowie das Recht, Märkte abzuhalten; diese Privilegien machten Bő zur Marktgemeinde. 1666 wurde die Berechtigung zur Abhaltung von Märkten bestätigt. In der Blütezeit der Stadt gab es jährlich vier landesweite Viehmärkte sowie Zünfte der Schuhmacher und Weber.
Die Geschichte Bős verbindet damit mehrere unterschiedliche Ebenen: das mittelalterliche Konvent, die rechtliche Funktion des „hiteles hely“, die Fernstraße an der Répce und die spätere Marktgemeinde. Die Jahreszahlen 1499 und 1666 markieren dabei zwei Stationen der Marktgeschichte, während die Angaben zu Scarbantia und Savaria den historischen Verkehrsraum über den Ort hinaus sichtbar machen.
Natur
Die Répce umgibt Bő unmittelbar und bietet den hierher kommenden Touristen eine angenehme Umgebung zur Erholung.
Radfahren
Bő ist Teil des Termál-Radtourenwegs; ein vollständig ausgebauter Radweg verbindet den Ort mit Bük und Bükfürdő.
Bei der eigenen Planung lassen sich in Bő historische Stationen und Landschaftsthemen getrennt betrachten: Die Szent-Imre-Kirche und die Bildwerke im Ort stehen für unterschiedliche Formen des Kulturerbes, während die Répce und der Termál-Radtourenweg einen eigenen thematischen Rahmen bilden. Auch die ungarischen Eigennamen helfen dabei, die einzelnen Orte und Straßen auseinanderzuhalten.
Kultur
Am Köztársaság tér steht die Statue des Nepomuki Szent János in einer kapellenartigen Nische an der Straße zur Répce-Überquerung. Ebenfalls am Köztársaság tér zeigt die Statue der Fájdalmas Szűz die schmerzhafte Mutter mit dem im Schoß liegenden, am Kreuz gestorbenen Christus.
Am Ende der Hunyadi utca steht die Statue Magyarország Nagyasszonya mit dem Jesuskind; sie wurde 1917 errichtet. Die Statue der Boldogasszony mit dem Jesuskind in der Széchenyi utca wurde 1913 errichtet. Das Feszület in der Petőfi utca zeigt Jesus am Kreuz und darunter die schmerzhafte Mutter.
Bei der Auswahl eines Hotels in Bő können Sie Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen getrennt von den Ortsmotiven betrachten. Die Szent-Imre-Kirche, die Répce und der Termál-Radtourenweg stehen dabei für unterschiedliche Themen, die Sie in Ihrer persönlichen Reiseplanung verschieden gewichten können.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Csepregi.