Zum Inhalt

Kópháza: kroatische Geschichte und Aussicht

Unterkünfte in Kópháza

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Kópháza verbindet Einblicke in die Geschichte der Kroaten in Westungarn mit einem barocken Kirchenbau und einem Aussichtsturm auf dem Weinberghügel. Wer ungarische Ortskultur und historische Erinnerungsorte interessant findet, kann hier unterschiedliche Themen kennenlernen – von regionalen Traditionen bis zu einem Ereignis aus dem Jahr 1989.

File:Saint Martin church in Kópháza 03.jpg File:Saint Martin church in Kópháza 03.jpg Foto: Nxr-at via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kroatische Geschichte und Ortsgeschichte

Die Dauerausstellung „Nyakkendőn innen és túl – a horvátság története Nyugat-Magyarországon“ vermittelt die Geschichte und Kultur der Kroaten in Westungarn. Die Ausstellung ist dauerhaft. Einen weiteren Zugang zur Ortsgeschichte bietet der Heimatkundliche Lehrpfad: Er behandelt die Geschichte und Traditionen der überwiegend kroatischen Bevölkerung Kópházas. Am Weg lässt sich außerdem der Aussichtsturm erreichen.

Die heimatkundliche Ausstellung von Kópháza befindet sich im Dachgeschoss des Bürgermeisteramts. Zusammen mit der Dauerausstellung und dem Lehrpfad stehen damit verschiedene Themen im Mittelpunkt: die Geschichte der Kroaten in Westungarn, die Traditionen der Ortsbevölkerung und die Heimatkunde Kópházas.

Kirche und historische Erinnerungsorte

Die barocke Kirche Sarlós Boldogasszony wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Unterstützung von Graf Antal Széchényi erbaut. Auch ein späteres Ereignis ist mit dem Gotteshaus verbunden: Graf Ferenc Széchényi und Gräfin Julianna Festetics heirateten dort 1777. Kirchenbau und Hochzeit geben zwei konkrete historische Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit Kópháza.

Das „Jövő emlékműve“ erinnert an die „Schlacht von Kópháza“ vom 15. August 1989 – vier Tage vor dem Paneuropäischen Picknick. Der Gedenkort ordnet das lokale Ereignis zeitlich ein; die Kirche wiederum steht für die ältere Bau- und Ortsgeschichte. Wer sich für verschiedene Epochen interessiert, findet so unterschiedliche historische Themen, ohne sie zu einem einzigen Ereignis zusammenzufassen.

Aussicht vom Weinberghügel

Der Aussichtsturm steht auf dem Weinberghügel, der Gora genannt wird. Er wurde 2014 in Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Gemeinde und TAEG Rt. errichtet. Von der Hauptstraße 84 aus ist der Turm über den Kópházaer Heimatkundlichen Lehrpfad erreichbar. Damit verbindet sich die Aussicht mit einem Weg, der zugleich die Geschichte und Traditionen der überwiegend kroatischen Ortsbevölkerung vermittelt.

Vom Turm reicht der Blick auf das Soproner Gebirge und den Fertő-See. Wie weit die Aussicht tatsächlich reicht, hängt von den Sichtbedingungen ab. Für die Planung ist die Verbindung aus Aussichtspunkt und Lehrpfad ein hilfreicher Unterschied: Der Turm ist das Ziel für den Blick über die Landschaft, während der Pfad die Ortsgeschichte zum Thema hat.

Anzeige

Besuche nach Vereinbarung

Besuche im Kroatischen Bauernhaus in Kópháza sind nach Vereinbarung möglich. Termine können während der Bürozeiten persönlich im Bürgermeisteramt oder telefonisch unter +36 99 531-069 vereinbart werden. Für das Bauernhaus können Sie Führungen auf Ungarisch oder Kroatisch anfragen. Klären Sie bei der Terminabsprache das Besuchsverfahren und die Verfügbarkeit einer Führung, bevor Sie sich auf den Weg machen.

Die Besuche nach Vereinbarung unterscheiden sich von einem spontanen Besuch: Planen Sie den Kontakt deshalb vorab ein. Wenn Sie eine Führung wünschen, können Sie die gewünschte Sprache gleich bei der Anfrage nennen. So lässt sich der Besuch des Bauernhauses mit den anderen kulturgeschichtlichen Themen Kópházas in Ihre Überlegungen einbeziehen, ohne feste Öffnungszeiten vorauszusetzen.

Landschaft im übergeordneten Reiseziel

Getrennt von den örtlichen Sehenswürdigkeiten Kópházas gehören zum übergeordneten Reiseziel Raab-Wieselburg-Ödenburg auch die Landschaften am Fertő/Neusiedler See. Die Kulturlandschaft umfasst den westlichsten Steppensee Eurasiens sowie Feuchtgebiete, salzhaltige Böden, Schilfbestände und Uferflächen. Der Neusiedler See bildet den Kern des Nationalparks Fertő-Hanság; der ungarische Teil steht seit 1977 unter Schutz. Die Kulturlandschaft Fertő-táj erhielt am 13. Dezember 2001 den UNESCO-Welterbestatus.

Eine weitere Möglichkeit im übergeordneten Reiseziel ist eine Elektrobootfahrt auf dem Neusiedler See. Sie führt durch Schilfkanäle und Buchten an der Westseite; dabei lassen sich unter anderem Schilfsänger, Silberreiher, Purpurreiher und verschiedene Enten beobachten. Wenn Sie dieses Naturthema in Ihre Reiseplanung aufnehmen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und Buchungsbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ágfalva, Fertőhomok, Hegykő, Sarród, Fertőszentmiklós, Hidegség, Pusztacsalád, Fertöd.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sopron–fertődi.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.