Sarvar
Spiel und Spaß für alle in den Badelandschaften in Sarvar.
Mittendrin eine richtig dicke, fette, im Mittelalter errichtete Burg und drumherum die Stadt mit knapp 16.000 Einwohnern – so sieht es aus in Sarvar, einem hübschen Kurort in Westungarn. Hier entdeckte man 1961 – also für ungarische Verhältnisse recht spät – in einer Tiefe von 998 Metern 92° C heißes Thermalwasser – der Thermalort Bad Sarvar war geboren.
Die Burg Nadasdy oder auch das Schloss Nadasdy wurde 1288 erstmals erwähnt. Das heutige kastellartige ehemalige Wasserschloss wurde 1560 errichtet – die alte Anlage musste weichen. Der Renaissancebau wurde später umgebaut, insbesondere im Inneren enstand eine Ausstattung im Barock-Stil. Umgeben ist die fünfeckige, imposante Anlage von einem 16 Hektar großen Garten, der seit 1952 unter Naturschutz steht. Hier sieht man Platanen, Eiben und Augusteichen, die seit Jahrhunderten wachsen und gedeihen. Das Schloss hat einige ganz nette Geschichten zu bieten, wie sie eben zu einer richtigen mittelalterlichen Burg in Ungarn gehören. So lebte mit Gräfin Elisabeth Bathory im 17. Jahrhundert eine verurteile Mörderin in den noblem Gemächern von Schloss Nadasky in Sarvar. Und auch für den Freistaat Bayern und die bajuwarischen Nachkommen gibt es hier Interessantes zu erfahren. So starb hier Ludwig III, der letzte König Bayerns im Jahre 1921 in seinem ungarischen Exil. Auch die Familie Albrechts von Bayern lebte hier, bis die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg Sarvar eroberte und die Adeligen ins Konzentrationslager deportierte.
Heute ist Sarvar in erster Linie ein beliebter Thermalbadeort mit sehr modernen Anlagen. Das Wasser hat einen sehr hohen Gehalt an Natriumchlorid und auch Borsäure, Fluor, Iod und Brom sind in dem gesunden Nass enthalten. Hauterkrankungen, Gicht, Arthrose, Gelenkschmerzen, Erkrankungen der Atemwege wie etwa Asthma aber auch gynäkoligische Leiden werden in Sarvar behandelt.
Ausgebaut wurde in der jüngsten Vergangenheit der Wellnessbereich – und das mit großem Erfolg: Sarvar gewann wichtige Preise in den Kategorien „Wellness-Center“ und „Wellness-Medicine“.
Großzügig und modern ist die Badelandschaft mit einer Wasseroberfläche von 4.300 Quadratmetern. Hier kann man nicht nur Relaxen – spannende Rutschen, Erlebniselemente und Attraktionen sorgen dafür, dass die Bäder- und Thermalwelt in Sarvar für die ganze Familie Spiel, Spaß und Freude bereitstellen.
Sarvar ist zwischen Wien und dem Plattensee gelegen, seine Umgebung ist schönste Natur mit vielen Wäldern und Gewässern.
Foto: sarvarfurdo